Grüne Selbstbeweihräucherung am Minna-Flake-Platz

08.09.2021

Autor: Nate

Der gestrige Besuch der Grünen bot dem aufmerksamen Zuhörer eine populistische Aussage nach der anderen, durchtränkt von Widersprüchlichkeit und Realitätsferne. Die Bürger, so Bettina Jarasch, hätten sicher kein Problem damit, 1-2 Prozent mehr Steuern zu zahlen, um Armut zu bekämpfen. Gewiss wäre auch die Stammwählerschaft der wohlhabenden Bionade-Bourgeoise in Prenzlauer Berg, selbst Treiber der hiesigen Gentrifizierung und Preisexpolosionen auf dem Immobilienmarkt, vollends dazu bereit. Ob das auch andere sind, oder können, darüber macht man sich keine Gedanken.

Dem Faden folgend wird viel über prekäre Verhältnisse rund um die Grundsicherung gesprochen, doch beginnen finanzielle Schwierigkeiten nicht erst bei Hartz 4 und sind mit grüner Politik gewiss nicht beizukommen. Sei es beim Wohnungsneubau mit immer enger gestrickten Energieeinsparverordnungen, die die Baukosten, und in der Konsequenz auch den Endpreis, in die Höhe treiben, Strompreise, die inzwischen die höchsten der Welt sind oder CO2 Abgaben, die die Benzinpreise um bis zu 70 Cent pro Liter verteuern (wenn gleich Baerbock von 14 Cent sprach). Grüne Politik trägt in beinah jedem Bereich eine maßgebliche Schuld an der Verteuerung der Verbraucherpreise bei gleichzeitiger Arbeitsplatz- und Wohlstandsvernichtung.

Es ist entsetzlich, mit welcher Hybris die vom Großkapital gesteuerten, angeblichen Weltenretter ihre Ideologien an der Lebensrealität der Bürger vorbei propagieren, unheilvoller noch, wie ihre Anhänger in tranceähnlichem Bewunderungszustand jedes Wort verschlingen und selbst die offenkundigsten Widersprüche, Umsetzungsproblematiken und Hohlphrasen nicht hinterfragen. Die Think Tanks werden ja schon ‘ne Lösung haben. Alleine solche Szenen, wie die als Baerbock einer Studentin, die auf das Auto angewiesen ist und sich zurecht über die Benzinpreise beschwerte, in feinster Marie-Antoinette-Manier entgegnete, sie möge sich doch ein E-Auto kaufen, zeigen, wessen Geistes Kinder hier am Werke sind.

Auch sonst vernahm man nur leere Worthülsen, schöne Sprüche und Populismus: Mietendeckel! Wohnungsnot! Geht es einmal um die Migrantenfrage heißt es allerdings: Wir haben in unseren Städten Platz! Selbstverständlich durfte auch die Forderung nach mehr Windrädern und E-Ladesäulen nicht fehlen, obschon die recht dringliche Frage, woher denn nun der zusätzlich benötigte Strom herkommen soll, indes immer noch nicht geklärt ist. Wer nun glaubt, die Windräder trügen dazu bei, dem wird bei näherer Recherche eines besseren belehrt.

Um den Strombedarf Deutschlands sicher zu decken müsste die Anzahl der Windräder verzehnfacht und damit ein nicht unerheblicher Teil der Landesfläche zubetoniert werden. Doch selbst, wenn sich dieses höchst umwelt- und artenzerstörerische Vorhaben umsetzen ließe, bliebe noch das Problem, dass der Wind nun mal nicht immer weht. Ironischerweise ist genau das Gegenteil ebenfalls problematisch, denn Strom kann aktuell nur unzureichend gespeichert werden, im Versorgungsnetz sowieso nicht, da Produktion und Verbrauch stets im Gleichgewicht sein müssen. Die Folge wäre eine volatile Versorgung aus Engpässen und Überschüssen, welche dann, gegen Gebühr (von Deutschland), teuer ins Ausland entsorgt werden müssten. Auch diese Überlegungen scheinen den Zuhörern nichts anzuhaben, während man freudig zum nächsten Thema übergeht.

Kinder, proklamieren die Sprecher*_/innen gebetsmülenartig, sollten natürlich auch besonders bedacht und geschützt werden und scheinen dabei keine Ironie zu empfinden angesichts der penetranten Terrorisierung selbiger mit sinnlosen CoronaMaßnahmen und Impfungen. Besonders viel Geld muss man zudem in Grundschulen und Kitas pumpen, damit die Kinder einen starken, fairen Start haben und “das Richtige lernen” (oder, so könnten böse Zungen behaupten, auf den Pfad der Gerechten gebracht werden sollen, ohne zu viel lästige, womöglich nicht ideologisch einwandfreie Erziehung der Eltern).

Zum Schluss dann ein kurzer Dialog mit handverlesenen Schülern, obwohl zu Anfang eine Fragerunde angekündigt wurde. Doch scheinbar war das, wie so vieles bei den Grünen, unerwünscht. Kritische Fragen? - Nein danke!

Wer dieser Tage grün wählt, wählt eine Zunft WEF-verstrickter, kriegstreibender Fanatiker und Lobbyisten mit einer totalitären Weltsicht und Kontrollfantasien, auf die nicht einmal Honecker gekommen wäre und die trotz ihrer Außendarstellung der exquisiten sozialen Sensibilität und des vorbildlichen Altruismus längst zu Syndizi der Syndikaten verkommen sind. Alles unter dem Deckmantel des Klimaschutzes.

Im Übrigen sieht man auf dem Bild das Lastenfahrrad, mit dem Frau Baerbock gestern angereist ist.